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Gelbe RDKS-Lampe leuchtet dauerhaft? Oft ist nach 5-7 Jahren schlicht die Sensor-Batterie leer. Erfahren Sie hier, wie Sie teure TÜV-Probleme vermeiden.
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Sie sind auf der A36 rund um Wolfenbüttel unterwegs, das Auto fährt ruhig, doch plötzlich leuchtet sie auf: Die unheilvolle gelbe Reifendruckkontrollleuchte im Armaturenbrett. Der erste Reflex vieler Autofahrer ist der Weg zur nächsten Tankstelle. Doch was, wenn das Prüfgerät anzeigt, dass der Reifendruck auf allen vier Rädern absolut perfekt ist, die Lampe aber trotzdem penetrant weiter leuchtet? In den meisten Fällen ist das kein schleichender Plattfuß, sondern der heimliche „Batterie-Tod“ der Sensoren. Wir erklären Ihnen, warum dieses Problem aktuell massenhaft auftritt und wie Sie die teure TÜV-Falle umgehen.
Die Technik dahinter: Direktes vs. Indirektes RDKS
Um das Problem zu verstehen, müssen wir einen kurzen Blick auf die gesetzlichen Vorgaben werfen. Seit Ende 2014 sind Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) für alle Neuwagen in der EU gesetzlich vorgeschrieben. Sie bieten eine permanente Reifendrucküberwachung während der Fahrt, warnen frühzeitig vor Luftverlust und sorgen durch den korrekten Fülldruck für eine längere Lebensdauer der Reifen.Welches System hat Ihr Auto verbaut?
Wenn Sie in Ihrem Bordcomputer den exakten Luftdruck für jedes einzelne Rad (z.B. 2,3 Bar vorne links) angezeigt bekommen, dann hat Ihr Fahrzeug ein direkt messendes System. Erscheint in Ihrem Cockpit lediglich eine allgemeine Warnanzeige ohne konkrete Werte, nutzt Ihr Auto meist ein indirektes System über die ABS-Sensoren. Das folgende Batterie-Problem betrifft ausschließlich die direkten Systeme! Bei direkt messenden Systemen sitzt an jedem Ventil im Inneren des Reifens ein eigener kleiner, hochkomplexer Funksensor. Dieser misst kontinuierlich Druck und Temperatur und sendet diese Daten per Funk an das Steuergerät Ihres Autos. Damit der Sensor funken kann, benötigt er Strom – und genau hier beginnt für viele Autofahrer aktuell der Ärger.Der unsichtbare Countdown: Warum die Batterie den Sensor tötet
In jedem dieser kleinen Sensoren ist eine Hochleistungs-Knopfzelle verbaut. Weil es im Inneren eines Reifens extrem ungemütlich ist – enorme Fliehkräfte bei hohen Geschwindigkeiten, Nässe, extreme Temperaturschwankungen und Montagemittel –, wird die gesamte Elektronik inklusive der Batterie ab Werk komplett in festem Kunstharz eingegossen. Das bedeutet für die Praxis: Die Batterie lässt sich nicht separat wechseln! Ist die Energiequelle erschöpft, ist die Batterie am Sensor leer und der Bordcomputer meldet einen Defekt. In diesem Fall muss der komplette Sensor ausgetauscht werden. Die physikalische Lebensdauer dieser Batterien liegt im Durchschnitt bei lediglich 5 bis 7 Jahren (oder etwa 100.000 bis 150.000 Kilometern). Da das RDKS 2014 zur Pflicht wurde, erreichen derzeit Millionen von Fahrzeugen der Baujahre 2015 bis 2020 exakt dieses kritische Alter.
Die TÜV-Falle: Warum Ignorieren keine Option ist
Viele Autofahrer neigen dazu, die Warnleuchte einfach abzukleben oder zu ignorieren, solange das Auto noch „normal“ fährt. Doch ein dauerhaftes Leuchten ist niemals ein gutes Zeichen. Spätestens bei der nächsten Hauptuntersuchung (TÜV/DEKRA) schnappt die Falle zu. Achtung: Erheblicher Mangel! Ein nicht funktionierendes, gesetzlich vorgeschriebenes Reifendruckkontrollsystem wird vom Prüfer zwingend als erheblicher Mangel eingestuft. Das Ergebnis: Die begehrte Plakette wird verweigert. Zudem erlischt ein wichtiger Teil Ihrer aktiven Verkehrssicherheit, da Sie bei einem echten Reifenplatzer auf der Autobahn nicht mehr rechtzeitig gewarnt werden.So löst der Reifenservice Wolfenbüttel Ihr RDKS-Problem
Ein Sensor-Defekt ist nichts, was man in der heimischen Garage oder mit einem handelsüblichen Reifenpannenset lösen kann, da spezielle Diagnosegeräte und Software benötigt werden. Als Ihre Fachwerkstatt in Wolfenbüttel gehen wir wie folgt vor:- Diagnose per Funk: Wir scannen Ihre Räder mit einem professionellen Diagnosegerät von außen ab. So erkennen wir sekundenschnell, welcher der vier Sensoren nicht mehr sendet und ausgetauscht werden muss, ohne den Reifen direkt von der Felge demontieren zu müssen.
- Der Austausch: Im Zuge der Reifenmontage ersetzen wir den „toten“ Sensor gegen einen modernen, programmierbaren Universal-Sensor in Erstausrüsterqualität. Dies ist übrigens ein idealer Zeitpunkt, um direkt auf einen neuen Satz Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen zu wechseln, falls Ihr Profil bereits stark abgefahren ist.
- Kalibrierung und Anlernen: Nach jedem Rad- oder Sensorwechsel muss das Kontrollsystem für den Reifendruck zwingend zurückgesetzt und neu angelernt werden. Wir übernehmen diese Software-Kalibrierung, sodass Ihr Auto den neuen Sensor fehlerfrei erkennt und die Warnleuchte dauerhaft erlischt.


